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Das Darmmikrobiom und das Gehirn

Von der Dysbiose hin zur Beeinträchtigung der Gehirnfunktionen und psychischen Erkrankungen ist es nur ein Schritt, und der Zusammenhang ist uns heute bekannt. Die Wirkmechanismen sind zunehmend erforscht. Das bidirektionale Kommunikationssystem zwischen dem ZNS und dem Magen-Darm-Trakt ist offensichtlich, aber das Darmmikrobiom kann auch die neuronale Entwicklung, die Kognition und das Verhalten beeinflussen, und Veränderungen im Mikrobiom (d.h. in der Zusammensetzung der Darmflora) können dagegen zu depressiven Symptomen führen.

Obwohl dieser Zusammenhang zwischen einer Enteropathie und bestimmten psychiatrischen Zuständen oft nicht mehr nachgewiesen werden kann, scheinen bestimmte Darmmikroben direkte Vermittler von Psychopathologien zu sein. Das Mikrobiom würde damit direkt zur Bildung der Gehirnentwicklung und der neurologischen Funktion beitragen. Das Mikrobiom beeinflusst daher die psychische Gesundheit auf verschiedene Weise.

Ein Sibo (Dünndarmüberwucherung), eine bakterielle Dysbiose und eine erhöhte Darmpermeabilität, die zu einer übermäßigen Stimulation führt, haben eine systemische Entzündung des Zentralnervensystems (ZNS) zur Folge. Die Bakterienproteine können mit menschlichen Antigenen kreuzreagieren, um dysfunktionale Reaktionen des adaptiven Immunsystems zu stimulieren. Die Bakterienenzyme können neurologische Metaboliten wie D-Milchsäure und Ammoniak produzieren!

Darm-Mikroben können Hormone und Neurotransmitter produzieren, welche mit jenen identisch sind, die von unserem Gehirn produziert werden, und die bakteriellen Rezeptoren für diese Hormone beeinflussen das Wachstum und die mikrobielle Virulenz. Die Darmbakterien beeinflussen direkt die Neuronen des enterischen Nervensystems, um über den Vagusnerv Signale an das Gehirn zu senden. Durch diese unterschiedlichen Mechanismen bestimmen Darmmikroben die Architektur des Schlafs und die Stressreaktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Achse (Nebennieren- und Stressachse). Sie beeinflussen Gedächtnis, die Stimmung und die Kognition. Klinisch und therapeutisch stehen sie in direktem Zusammenhang mit aktuell bestehenden Erkrankungen wie Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, chronisches Müdigkeitssyndrom, Fibromyalgie oder dem „Restless Legs“-Syndrom! … Ihre Rolle bei Multipler Sklerose und den neurologischen Manifestationen von Zöliakie wird derzeit noch untersucht.

Es ist in jedem Fall ratsam, auf eine gesunde Ernährung und die Gabe von Mikronährstoffen zu achten, um das Mikrobiom in einer vorteilhaften Art und Weise zu verändern. Hierbei sollte mit der unumgänglichen und spezifisch angepassten Behandlung der pathogenen Flora begonnen werden. Darauf folgt die Einbringung von nützlichen Bakterien, deren Auswahl je nach Fall individuell vorgenommen werden muss.

Wenn eine optimal angepasste Ernährung sichergestellt werden kann, dann sind die Ergebnisse sehr interessant.

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