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Harnwegsinfektionen: Wie beugt man ihnen vor?

Wiederkehrende Blasenentzündungen sind für viele Frauen ein Problem. Natürliche Lösungen, darunter Cranberry, unterbinden wiederkehrende Blasenentzündungen wirksam.

Harnwegsinfektionen: Frauen stark betroffen

Zystitis ist eine Entzündung der Blasenwand. In den allermeisten Fällen wird sie durch Infektionen verursacht. Schätzungsweise 20 % aller jungen Frauen leiden mindestens einmal im Jahr an einer Harnwegsinfektion. Über 60 % der Frauen erleiden mindestens einmal in ihrem Leben eine Infektion der unteren Harnwege.

Diese verbreitete Erkrankung betrifft Frauen aus anatomischen Gründen 50 Mal häufiger als Männer.

Die Harnröhre ist bei Frauen sehr kurz und endet in der Nähe der Scheidenöffnung und des Afters, in einem Bereich, in dem Bakterien der Darmflora von Natur aus vorkommen. Einige Bakterien schaffen es, über die Vulva und die Harnröhre bis in die Blase aufzusteigen und eine akute Blasenentzündung, eine Infektion der unteren Harnwege auszulösen. Einige Faktoren begünstigen das Eindringen von Keimen in die Harnröhre und ihre Vermehrung in der Blase: Verstopfung, zu seltenes Urinieren oder Urinieren in zu großen Abständen, hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft oder der Menopause, zu geringe oder übertriebene Intimhygiene etc.

Harnwegsinfektionen vorbeugen: Lebensweise

Wiederkehrende Blasenentzündungen kann man durch Befolgung einiger einfacher Regeln verhindern:

  • 1,5 Liter Wasser pro Tag trinken
  • tagsüber regelmäßig urinieren und den Harndrang nicht unterdrücken
  • nach jedem Geschlechtsverkehr urinieren
  • sich nach dem Stuhlgang immer von vorne nach hinten säubern
  • externe Intimhygiene mit Wasser und Seife einmal pro Tag
  • möglichst keine eng anliegende Kleidung oder Synthetikfasern tragen (sie fördern
    Schweißbildung und erleichtern die Vermehrung von Bakterien)
  • sich gesund ernähren und so für regelmäßige Verdauung sorgen
  • “Was die Ernährung angeht, so sollte man Tee, Kaffee, Gewürze, Weißwein, Sekt, Muscheln und Krustentiere meiden, auch wenn man nicht erkrankt ist, denn sie verändern den pH-Wert und säuern den Bereich mit der Folge, dass sich die Reizbarkeit der Blase und Harnröhre erhöht. Auch Zucker gilt es zu vermeiden, weil die Bakterien, die für Blasenentzündungen verantwortlich sind, wie etwa E.coli, sich noch besser in einer zuckerhaltigen Umgebung vermehren”, rät Céline Touati, Heilpraktikerin und Ernährungstherapeutin* (Courbevoie).

Vorbeugung gegen wiederkehrende Blasenentzündungen: natürliche, effektive Lösungen!

“Das erste, was man tun muss, ist, die Darmflora zu stabilisieren, indem man Probiotika zu sich nimmt, und die Vaginalflora wiederherzustellen. Probiotika können oral eingenommen werden, man kann aber auch 2 Kapseln in einen Löffel Joghurt leeren und die Vagina damit bestreichen oder sie direkt ganz einnehmen, wenn ihre Umhüllung nicht magensaftresistent ist. Es gibt in Apotheken oder Bioläden auch Probiotika in Zäpfchenform”, erläutert die Heilpraktikerin Céline Touati.

Cranberry ist erwiesenermaßen wirksam bei der Vorbeugung wiederkehrender Blasenentzündungen. Diese werden durch E.coli-Bakterien verursacht, die die Eigenschaft haben, sich an die Blasenschleimhaut zu heften. Cranberry enthält Proanthocyanidine (PAC), die die Anhaftung dieser Bakterien an die Blasenwände verhindern. Die Dosis sollte 36 mg PAC betragen: 20 bis 50 g frische Früchte oder 300 bis 400 mg standardisierter Extrakt. “Achtung: In Flaschen abgefüllter Cranberrysaft ist ein reines Marketing-Produkt: Die Hersteller geben viel Zucker hinzu, weil der natürliche Geschmack von Cranberry sehr adstringierend und leicht bitter ist. Zucker aber fördert Harnwegsinfektionen”, warnt Céline Touati.

Die Dosierung für Cranberry in Kapselform: Eine Dosis Cranberry morgens und abends kurz vor oder zwei Stunden nach den Mahlzeiten. Es ist ratsam, eine Kur ein oder zwei Monate lang durchzuführen. Man kann sie auch wiederholen.

Zur Einnahme von Cranberry gibt es nur wenige Gegenindikationen. Menschen mit Nierensteinen sollten Cranberry jedoch mit Vorsicht anwenden, weil die Frucht einen hohen Anteil an Oxalaten aufweist. Vorsicht ist auch bei gleichzeitiger Behandlung mit Antikoagulantien angebracht.

Um die Wirkung zu verstärken, kann Cranberry auch mit anderen Pflanzen kombiniert werden, darunter dem entwässernd wirkenden Löwenzahn, der harntreibenden und antiseptischen Echten Bärentraube oder auch Hibiskus, der ebenfalls eine antiseptische und harntreibende Pflanze ist.

“Ein weiteres zur Vorbeugung von Blasenentzündungen interessantes Produkt ist D-Mannose, ein einfacher Zucker, der E.coli-Bakterien einfängt und in relativ hohen Mengen in Pfirsichen, Äpfeln, Orangen und bestimmten Beeren, etwa Heidelbeeren und Preiselbeeren, enthalten ist”, sagt die Heilpraktikerin Céline Touati.

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