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Walnüsse, Paranüsse & Aprikosenkerne: Wie gesund sie wirklich sind

Wussten Sie, dass Menschen, die gerne Nüsse essen, im Allgemeinen schlanker und sportlicher sind, weniger oft rauchen und ein geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben als der Rest der Bevölkerung? Sie weisen, alle Todesursachen zusammengenommen, eine um 20 % niedrigere Sterblichkeitsrate auf.1 Der Verzehr von Nüssen und Kernen besitzt zahlreiche förderliche Eigenschaften für die Gesundheit – sofern sie nicht im Übermaß und bewusst gegessen werden.

Walnüsse

… sind exzellente Lieferanten von essentiellen Omega-3-Fettsäuren, welche man für gewöhnlich in Kaltwasserfischen findet. Sie sind zudem reich an Polyphenolen, Vitamin E, Zink, Selen, Ballaststoffen und Phytosterolen. Letztere tragen dazu bei, die Konzentration an schlechtem Cholesterin zu verringern und die Endothelfunktion zu verbessern (Fähigkeit der Arterien, sich zu erweitern und sich zusammenzuziehen). Anders als häufig behauptet machen Walnüsse nicht dick. Ganz im Gegenteil: Sie ermöglichen es, den Hunger und somit die Anzahl der aufgenommenen Kalorien besser zu kontrollieren. Darüber hinaus enthalten sie eine nicht unerhebliche Menge an Melatonin. Das auch als „Schlafhormon“ bekannte Melatonin fördert das Einschlafen und verringert nächtliches Aufwachen.

Verzehrsempfehlung: Eine Handvoll (12-14 Walnüsse) als Zwischenmahlzeit mindestens 2 mal pro Woche

Macadamia-Nüsse

… sind außergewöhnlich reich an Omega-7, genauer gesagt an Palmitoleinsäure. Palmitoleinsäure hilft Muskeln, Leber und Fettgewebe bei der optimalen Verwertung von Glukose. Zu diesem Zweck erhöht es die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin, dem Hormon, welches den Blutzucker reguliert. Die Bauchspeicheldrüse bildet folglich weniger Insulin, um den Blutzucker zu senken. Weniger Insulin im Blutkreislauf bedeutet eine bessere Fähigkeit des Körpers, gespeichertes Fett an den Hüften, Schenkeln und „Schwimmreifen“ abzubauen. Zudem ermöglicht die Palmitoleinsäure, den Säureschutzmantel der Haut wiederherzustellen, der vor schädlichen Einflüssen wie Salzwasser, Kälte, Hitze, Wind oder klimatisierter Luft schützt. Ferner besitzt sie positive Eigenschaften in Bezug auf Probleme mit vaginaler Trockenheit.

Verzehrsempfehlung: Ein halbe Handvoll (8-10 Macadamianüsse), vorzugsweise am Abend.

Paranüsse

… besitzen einen hohen Anteil an Selen, einem wirksamen Antioxidans, welches der Organismus zur Bekämpfung des Alterungsprozesses benötigt. Eine regelmäßige Zufuhr an diesem Spurenelement trägt dazu bei, das Risiko für Prostatakrebs2 sowie von Darmpolypen im Vorkrebsstadium3 zu reduzieren. Des Weiteren ist Selen unerlässlich für die ordnungsgemäße Funktion der Schilddrüse. Es ermöglicht die Behandlung von Asthma4 sowie die Regulierung der Talgabsonderung durch die entsprechenden Drüsen der Kopfhaut. Selen verbessert die Beweglichkeit der Spermatozoen (Samenzellen)5 und erhöht dadurch beträchtlich die Chancen für eine erfolgreiche Befruchtung.

Verzehrsempfehlung: 3 bis 5 Paranüsse täglich – nicht mehr als 5 Nüsse pro Tag.

Aprikosenkerne, Bittermandelkerne, Pflaumenkerne, Kirschkerne und Pfirsichkerne

… weisen eine beträchtliche Konzentration an Amygdalin auf. Der auch Laetril oder Vitamin B17 genannte abgeleitete Stoff von Amygdalin soll den Zustand von Krebspatienten verbessern. Die enzymatische Umwandlung von Laetril im Organismus produziert eine große Menge an Zyanid, welchem starke krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden. Allerdings zerstört das hochgiftige Zyanid Krebszellen, ohne dabei die gesunden Zellen zu verschonen. Es besteht daher ein hohes Risiko für starke unerwünschte Wirkungen infolge einer Vergiftung mit Laetril wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Blaufärbung der Haut, Gehschwierigkeiten, geistige Verwirrtheit oder sogar ein Fall ins Koma.6 Das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Laetril ist daher eindeutig negativ!

Verzehrsempfehlung: 1-2 Aprikosenkerne gründlich kauen – nicht mehr als 2 Kerne pro Tag.

Referenzen:

  1. Bao Y, et al. Association of Nut Consumption with Total and Cause-Specific Mortality. N Engl J Med 2013; 369:2001-2011 November 21, 2013.
  2. Clark LC, et al. Decreased incidence of prostate cancer with selenium supplementation: results of a double-blind cancer prevention trial. Br J Urol. 1998; 81(5):730–34.
  3. Reid ME, et al. Selenium supplementation and colorectal adenomas: an analysis of the nutritional prevention of cancer trial. Int J Cancer. 2006; 118(7):1777–8.
  4. Norton RL, et al. Selenium and asthma. Mol Aspects Med. 2012 Feb; 33(1):98-106.
  5. Scott R, et al. The effect of oral selenium supplementation on human sperm motility. Br J Urol. 1998; 82(1):76–80.
  6. Milazzo S, et al. Laetrile treatment for cancer. Cochrane Database Syst Rev. 2011 Nov 9;(11): CD005476.

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