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Was Sie über Ashwagandha wissen sollten

Ashwagandha, auch unter den Namen Withania somnifera oder Indischer Ginseng bekannt, ist die in der ayurvedischen Medizin seit jeher meistgenutzte Pflanze.
Betrachtet man ihre zahlreichen außergewöhnlichen Eigenschaften, überrascht dies keineswegs.
Dieses Nachtschattengewächs, dessen Wurzel in getrockneter Form als Heilmittel dient, gedeiht in Gärten ohne Schwierigkeiten.

Die Pflanze ist für ihren süßlich-bitteren Geschmack beliebt, während sich ihre leicht wärmende Wirkung positiv auf die Nieren auswirkt.

Sie gehört zur Gruppe der adaptogenen Pflanzen, ist aber die einzige, die auch BERUHIGEND wirkt.

Personen, die unter einer Nierenleere leiden und jegliche „anregenden“ Pflanzen oder Nährstoffe meiden sollten, vertragen die Ashwagandha also besonders gut.

Unumgänglich ist der Indische Ginseng zur Behandlung von Schwächungen des Körpers und des Geistes aufgrund von chronischem Stress – einer der größten Plagen unseres Jahrhunderts, die einen ganzen Tross an Krankheiten mit sich zieht.(1)

So reguliert diese Pflanze die Cortisol-Ausschüttung auf positive Weise und ist gleichzeitig auch viel verträglicher als traditioneller Ginseng, der zu erhitzend wirkt und von müden und gestressten Personen schlecht vertragen wird.

Das ideale natürliche Anxiolytikum

Dank seiner GABA-nachahmenden Wirkung ist Ashwagandha auch ein hervorragendes Anxiolytikum, das bei depressiven Zuständen lindernd wirkt.
Am Abend eingenommen, verbessert es dank seiner GABA-verwandten Wirkmechanismen den Schlaf. Ergänzt wird dieser Effekt durch die ebenfalls in der Pflanze enthaltene Aminosäure L-Tryptophan, eine Vorstufe des Serotonins.

Ihre Whitanolide führen zu einem schnellen und natürlichen Einschlafen und ermöglichen so einen erholsamen Schlaf und die zielgerechte Ausschüttung von alterungshemmenden Hormonen.

Die Stress-Mechanismen werden optimiert

Es ist bekannt, dass bei einer Funktionsschwäche der Nebennieren die vorangehenden und teilweise Jahre andauernden Cortisol-Schwankungen (Widerstandsphase) die Umwandlung der Schilddrüsenhormone von T4 zu T3 behindern.
Bei letzterem handelt es sich um das aktive Schilddrüsenhormon, das für 80 Prozent der Schilddrüsenwirkung verantwortlich ist und dessen Niveau in diesem Fall zu niedrig ausfällt. Folgende bekannte Schilddrüsenprobleme lassen sich in solchen Fällen beobachten:
Gewichtszunahme, Schwellungen und Wassereinlagerungen, Haarausfall, Depression, Schlafstörungen, Kälteempfindlichkeit, Gemütsschwankungen, Leberbeschwerden, Orangenhaut sowie Verstopfung (die gesamte Verdauung arbeitet langsamer).
Eine ganze Reihe an Verdauungsproblemen steht in Verbindung mit einer eingeschränkten Funktion der Schilddrüse.
Ashwagandha bringt nicht nur das Cortisol-Niveau wieder ins Gleichgewicht, sondern stärkt auch den Ausstoß von 5-Deiodinase, einem Enzym, das für die Umwandlung von T4 in T3 in Leber und Nieren zuständig ist.
Auf diese Weise profitiert und optimiert sich also das gesamte System aus Nebennieren und Schilddrüse, vor allem, wenn die Behandlung – wie in der ayurvedischen Medizin üblich – durch die Beigabe von Mineralstoffen und Spurenelementen ergänzt wird.

Die ideale Pflanze bei Autoimmun-Erkrankungen

Diese im Ayurveda heilige Pflanze verfügt auch über entzündungshemmende Eigenschaften und wird bei einfacher Arthritis sowie bei Polyarthritis empfohlen und wirkt darüber hinaus schmerzlindernd.
Das bedeutet, dass sie bei Schilddrüsenentzündungen weitaus mehr leistet als gemeinhin angenommen, denn sie wirkt bei Autoimmun-Erkrankungen regulierend auf das Immunsystem.
Auch ihr Gehalt an Antioxidantien ist durchaus beachtlich.

Auch bei allen mit dem Altern in Verbindung stehenden Krankheitsbildern wie Diabetes, Bluthochdruck oder Arteriosklerose sowie neurodegenerativen Erkrankungen empfiehlt sich die Anwendung dieses Gewächses.
Außerdem steigert es die kognitive Leistungsfähigkeit.

Bestimmten Personen mit einer Schilddrüsenunterfunktion kommt die heilende Wirkung besonders abends zugute, während Personen mit Angstzuständen eher von einer morgendlichen Einnahme profitieren.
Eine spürbare Wirkung stellt sich ab einer Dosis von 300 mg des getrockneten Pflanzenextrakts ein. Idealerweise sollte die Dosis bei Bedarf dann allmählich auf 600 mg angehoben werden.

Eine hier angehängte Studie aus dem Jahr 2014 stellt der Pflanze positive Wirkungen bei bipolaren Störungen aus, die auf eine Schilddrüsenunterfunktion zurückzuführen waren.

Sie stärkt die Immunabwehr

Die Heilpflanze wird außerdem zur Stärkung der Immunabwehr (4) und zur Abschwächung von mit Chemotherapie einhergehender Müdigkeit eingesetzt.
Zahlreiche in der Auswertung befindliche Studien belegen die heilende Wirkung der Pflanze bei Krebserkrankungen.

Alzheimer und eine vielversprechende Zukunft…

Ihre Cholinesterasen hemmenden Wirkstoffe (3) und die beobachtete Verminderung β-amyloider Ablagerungen machen aus der Pflanze zweifellos einen Hoffnungsträger in der Zukunft der Alzheimer-Forschung.

Pflanze mit aphrodisischer Wirkung?

Zur Steigerung ihrer Libido und zur Verbesserung ihres Hormonsystems wird Frauen diese Pflanze wärmstens empfohlen, was höchstwahrscheinlich auf ihre regulierende Wirkung in Bezug auf Nebennieren und Schilddrüse zurückzuführen ist. Und Stress ist bekanntermaßen auch kein Freund der Libido.
Beim Mann verbessert sie nicht nur die Libido und die Fruchtbarkeit, sondern auch die Spermaqualität.

Sie ist reich an EISEN und kann daher bei Problemen mit Eisenmangel-Anämien helfen.

Folgende Kontraindikationen sind zu beachten:

  • Keine Einnahme bei Hämochromatose
  • Keine Einnahme bei Schilddrüsenüberfunktion
  • Keine Einnahme durch schwangere oder stillende Frauen sowie Kleinkinder

Quellen:

  • (1) Chandrasekhar K, Kapoor J, Anishetty S. A prospective, randomized double-blind, placebo-controlled study of safety and efficacy of a high-concentration full-spectrum extract of ashwagandha root in reducing stress and anxiety in adults. Indian J Psychol Med. 2012 Jul;34(3):255-62
  • (2) Maity T, Adhikari A, Bhattacharya K, Biswas S, Debnath PK, Maharana CS. A study on evalution of antidepressant effect of imipramine adjunct with Aswagandha and Bramhi. Nepal Med Coll J. 2011 Dec;13(4):250-3.
  • (3) Choudhary MI, Nawaz SA, ul-Haq Z, Lodhi MA, Ghayur MN, Jalil S, Riaz N, Yousuf S, Malik A, Gilani AH, ur-Rahman A. Withanolides, a new class of natural cholinesterase inhibitors with calcium antagonistic properties. Biochem Biophys Res Commun. 2005 Aug 19;334(1):276-87.
  • (4) Mikolai J, Erlandsen A, Murison A, et al. In vivo effects of Ashwagandha ( Withania somnifera ) extract on the activation of lymphocytes. J Altern Complement Med . 2009;15(4):423-430.

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