Welche Funktionen hat der Schlaf?

 

Der Schlaf ist eine faszinierende Kraftquelle! In der Nacht regeneriert sich das Gewebe, die Leber beseitigt Giftstoffe und das Gehirn ordnet die Ereignisse des Tages. Es ist, als würde ein imaginäres Team fegen, Staub wischen, den Müll rausbringen, das fehlende Blatt finden, das hinter den Schreibtisch gefallen ist, die Informationen ordnen und dann das fehlgeschlagene Programm neu starten… Dies alles erklärt, warum wir oft mit DER Lösung für ein Problem aufwachen, das am Vortag noch absolut unlösbar erschien!

Wenn unser Schlaf gestört wird, hat unser Gehirn zunehmend Schwierigkeiten, seine Aufgaben richtig zu erfüllen: Unser Gedächtnis lässt uns im Stich, unsere Konzentration ist nicht in Bestform, unsere Muskeln sind müde und unsere Haut ist glanzlos. Unser Körper hat nicht mehr genügend Zeit, sich zu regenerieren, Giftstoffe abzubauen und negative Emotionen zu filtern. Schlecht zu schlafen, kann ein echtes Problem darstellen, da wir infolgedessen mehr Flüchtigkeitsfehler machen, reizbarer und anfälliger für Krankheiten sind.

Der Schlaf sollte mehrere Zyklen durchlaufen, von denen jeder etwa 90 Minuten dauert. Die Abfolge dieser Zyklen ermöglicht es uns, tief zu schlafen und frisch und munter aufzuwachen. Zwischen den Zyklen liegt jeweils eine sehr kurze Wachphase, an die wir uns nicht erinnern können. Wenn uns in diesem Moment nichts stört, beginnt ein neuer Schlafzyklus – ob wir wollen oder nicht! Denn die Abfolge der Schlafzyklen wird einzig und allein von unserer biologischen Uhr gesteuert.

Der Rhythmus der inneren Uhr

Unsere biologische Uhr befindet sich im Hypothalamus, im Zentrum des Gehirns. Sie synchronisiert alle Zellen unseres Organismus in einem circadianen Rhythmus („innere Uhr“) aus abwechselnden Aktivitäts- und Ruhephasen. Dieser Rhythmus wird mit Hilfe von Melatonin geregelt, einem natürlichen Hormon des Gehirns. Melatonin ermöglicht es uns, den Schlaf nach vorne zu verschieben oder zu verzögern, um uns an wechselnde Lichtverhältnisse anzupassen. Wenn die Helligkeit abnimmt, nimmt die Freisetzung dieses Hormons zu und umgekehrt. Starke Helligkeit hemmt die Ausschüttung von Melatonin und hindert so den Schlaf.

Zahlreiche alltägliche Faktoren (künstliches Licht, Computerspiele, Hochspannungsleitungen, Handys, Herzmedikamente, Stress) hemmen die natürliche Produktion von Melatonin. Dies erklärt, warum 7 von 10 Personen Schlafstörungen haben.

Vorzüge von L-Tryptophan

Serotonin aus L-Tryptophan und Vitamin B6 wird in den Zellen der Zirbeldrüse an der Basis des Gehirns zu Melatonin verstoffwechselt. Melatonin hilft dem Körper beim schnellen Einschlafen und den stabilisiert den Schlafrhythmus (1). Es wird daher auch als „Schlafhormon“ bezeichnet.

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